War unsere Erziehung doch besser ?

Wenn ich mit Menschen über das Verhalten von Menschen spreche, hör ich immer wieder den Satz „Das ist diese Generation „

Das Verhalten, dass ich meine, ist völlige Ignoranz gegenüber allem, wo man sie nicht mit der Nase drauf stößt

Alles bleibt rum liegen, über Dreck wird hinweg gestiegen und wenn man sagt „Kannst du nicht mal … „, gucken Sie ganz erstaunt und sagen Ja , ja klar

SIE SEHEN ES NICHT

Das ist wahrscheinlich noch nicht mal böse gemeint

Leben in der eigenen Blase

Nicht mitkriegen was vor ihnen, hinter ihnen und um sie herum ist

Welche Generation ist gemeint ?

Schwer zu sagen … so irgendwo von 20 bis 40 …

Die eigentlich schon Erwachsenen, die eigentlich schon wissen müssten, dass sich nix von alleine macht

Wie seht ihr das ?

Wie sind eure Erfahrungen ?

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9 Kommentare zu „War unsere Erziehung doch besser ?

  1. Ich bin Baujahr ’77 und habe Anstand, sowie Bitte und Danke beigebracht bekommen. Bei was anderem hätte ich eine geknallt bekommen …
    Und einen Satz werde ich nie vergessen: „Kind, du musst die Arbeit sehen. Nicht erst darauf hingewiesen werden!“
    Und ja, ich kann die Arbeit sehen (gelegentlich auch ignorieren 😉), aber meine Azubis und die davor, können es nicht. Sie sehen es nicht. Ich denke es ist eine Mischung aus Erziehung und innere Einstellung. Ignoranz ist leider sehr salonfähig geworden. Jeder, oder viele, sind nur noch auf sich selbst bedacht.

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  2. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob es mir anerzogen wurde, aber bestimmte Dinge sind für mich selbstverständlich.
    Wenn ich allerdings junge Menschen oder auch Ausländer sehe (ja sorry ist leider so), die z.B. nicht einmal fähig sind auf dem Bürgersteig Platz zu machen, frage ich mich was schief läuft.

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  3. Eigentlich … setzt Selbstverständnis voraus. Hat es aber nicht. Ich mag auch kein, wie soll ich das nennen, dieses Generations-typische Gehabe. Das lenkt nur ab und signalisiert Verallgemeinerung. Jede Generation hat ihre Ignoranten, Egoisten, ebenso wie die von der anderen Seite. Menschen, die sehen können und sich für die Gemeinschaft einsetzen, in der sie leben. Wichtig wäre an der Stelle, zu betonen, dass Miteinander geführt und geleitet werden muss, damit es funktioniert. Habe selbst schmerzhaft erfahren müssen, wie das ausschauen kann, wenn dies nicht geschieht.

    Früher war nicht alles besser.
    Anders vielleicht.

    Moin 🙂

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  4. Ich denke, es geht hier weniger um Erziehung als um Vorleben und zwar durch die Elterngeneration, der auch ich angehöre. Als ich junge Mutter war, begann doch schon diese Entwicklung weg von der Eigenverantwortung zur Fremdverantwortung. Es setzte sich das Bewusstsein durch, jede Konsequenz abwehren zu können, wenn man nur den richtigen Anwalt und die beste Rechtschutzversicherung habe. In vielen Kreisen ging es vom zugewandten Familienleben zu Ich-Bezogenheit der Eltern, die sich ständig selber finden wollten. Das führte bei einigen Freunden meiner Kinder auch dazu, dass sie sagten, wenn ich denen egal bin, sind mir jetzt auch alle anderen egal.
    Und ja, man muss Jugendlichen, deren Energie oft ganz auf die Umwandlungsprozesse gerichtet ist, einfach vieles sagen, bewusst machen. Sie sehen es sonst wirklich nicht. Mein Ältester und die Kumpels stiegen im Flur über Getränkekisten hinweg, bevor sie im Souterrain verschwanden. Ich bat sie, die Kisten immer mitzunehmen und auf dem Weg im Kellerraum zu verstauen, weil mir das zu schwer seien und ich sonst keine Kisten mehr kaufen würde. Von diesem Tag an lief das reibungslos. Man muss halt auch mal was fordern, bereit sein, zu diskutieren, bis Dinge verstanden werden, auf natürliche Konsequenzen hinweisen usw.
    Und auch in der Öffentlichkeit lohnt sich die Frage – auch bei älteren Erwachsenen -, ob sie ihren Müll in ihrem Wohnzimmer auch einfach fallen lassen, ob sie nicht auch eine schöne Umwelt haben möchten. Einige heben tatsächlich ihren Kram wieder auf. Es sind übrigens hauptsächlich die Älteren, die antworten, das mache die Müllabfuhr, die werde schließlich dafür bezahlt.
    Es geht doch schon in der Schule los, wenn man anleiert, dass die Schüler ihre Klasse sauber und einigermaßen gemütlich halten und die Eltern ausrichten lassen, dafür gebe es doch Putzleute. Da kann ich einfach meckern, resignieren oder erklären, wie wenig Zeit die Putzleute für einen Klassenraum zur Verfügung haben, wie wenig sie verdienen und dass es eine Frage von Respekt ist, ihnen die Arbeit nicht noch schwerer zu machen. Die Kinder haben es danach gern gemacht und auch eine gewisse Ehrfurcht vor der Arbeit entwickelt.

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