Vom Ich zum Wir

Ganz viel Ich hör ich zur Zeit

Ich hab keine Angst

Ich lass mich nicht unterkriegen

Das ist ja auch richtig

Niemand verlangt von Irgendjemandem Angst zu haben oder sich unterkriegen zu lassen

Auch richtig ist, dass man nicht viel Einfluss hat auf das, was passiert

Da ist aber auch das Mit-Empfinden mit den Menschen, die leiden

Die im Pflegeheim keinen Besuch mehr kriegen

Die nicht wissen, wohin mit ihren Kindern, weil sie arbeiten müssen

Die Freiberufler, seien es Künstler, Sporttherapeuten oder sonst was, die schlagartig arbeitslos geworden sind

Die Inhaber von Kneipen, Hotels und Restaurants, die um ihre Existenz fürchten

Die Menschen, die Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen müssen

Die Menschen, die sich auf ihre wohlverdiente Urlaubsreise gefreut haben und jetzt noch nicht mal ihr Geld zurück bekommen

Die Menschen, denen Halt gebende soziale Kontakte und Veranstaltungen wegbrechen

Und nicht zuletzt, die alt sind, krank sind, geschwächt sind und zurecht um ihr Leben fürchten

Nein

Nicht alle gesengten Hauptes durch die Gegend laufen

Nein

Nicht sich runter ziehen lassen

Aber die Situation ernst nehmen

Gucken, was will das mir persönlich sagen

Nicht wettern über die Entscheidungsträger, die ja nu selbst nicht wissen, wo’s lang geht

Nicht lachen über die, die Angst haben

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Niemand ist eine Insel

Die jetzige Situation macht etwas mit dem kollektiven Bewusstsein

Was sie damit macht, dafür ist ein jeder mitverantwortlich

 

 

9 Kommentare zu „Vom Ich zum Wir

  1. …doch, ich geb zu, die Situation macht mir angst, nicht der Virus, sondern die Situation…

    Schon gestern gab es weder Reis, noch Nudeln, keine kartoffeln und kein Mehl…usw….die nächste Lieferung kommt nächsten Donnerstag…mir macht das nichts, aber es gibt Leute, die Kinder haben…ab Morgen sind in F alle Schulen, Kitas, Unis zu, schon heute haben alle Restaurants geschlossen, auch Kinos und andere öffentlichen Begegnungsstätten, alle Ämter haben geschlossen…die Grenzen nach Spanien und Andorra sind dicht, das öffentliche Leben erstirbt…was kommt als nächstes, frage ich mich…

    Gefällt 1 Person

      1. Bei uns gibt es nur einen Engpass bei Toilettenpapier, Küchenrolle, gewöhnlichen Nudeln, Dosensuppen. Doch bei unseren Freunden in Tirol ist so gut wie jedes Regal leer.
        Eine gute Nachricht bzgl. kollektives/verantwortliches Handeln: VW stellt alle Mitarbeiter frei, die Kinder zu Hause betreuen müssen. Andere werden sicher nachziehen.
        Mir fehlt noch ein Test zur Immunität. Werde morgen mal meine Hausärztin befragen. Wäre ich bereits immun, könnte ich eine Notgruppe übernehmen.

        Liken

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