Tu was du willst

Etwas tun, das man nicht gerne tut –

Ist das sinnvoll ?

Jetzt kommt direkt die Erwiderung –

Aber man kann doch nicht nur machen, was man will !

Da frage ich –

Warum denn nicht ?

Erst mal definieren – Was bedeutet „gerne tun“, was bedeutet „wollen“ ?

Die meisten Menschen leben im Ausreden-Denken

„Sachzwänge“ ist auch so ein beliebtes Wort

Dem stelle ich gegenüber das Wort „Entscheidungen“

Ich muss de facto gar nichts, außer sterben

Es ist alles meine Entscheidung – Wenn ich nicht arbeiten geh, hab ich kein Geld, wenn ich nicht ess, muss ich sterben

Ich entscheide mich, arbeiten zu gehen, weil ich gerne Geld hab zum leben und wenn’s irgend geht mehr als Hartz IV und selbst verdient anstatt auf Kosten anderer

UND

Es ist meine Entscheidung, ob ich das gerne tu

Ein weiteres meiner Lieblings-Worte: Verantwortung

Es liegt auch in meiner Verantwortung, das, wofür ich mich entschieden habe, so zu tun, dass es mich im Frieden Sein lässt

Als un-friedlicher Mensch bin ich nicht gut für den Frieden in der Welt

Wer mich länger kennt, hat Ähnliches von mir schon mehrmals gelesen

Aktueller Anlass diesmal: Die besonders interessante Kategorie „Helfen“

Zitat: „Ich kann doch jemanden helfen, auch wenn ich das nicht gerne tu“

Ich sage Nein

Wenn ich das nicht gerne tu, dann mach ich das nicht – mehr (!)

Weil es nix bringt

Ich helfe gerne Menschen … ach guck  🙂  das ist es ja, das kleine Wort  🙂

Wenn ich das gerne tu, ist es Win-Win, dann haben alle was davon

Ich kann nicht prinzipiell definieren, ob ich gerne schwere Taschen die Treppe rauf schlepp

Lieber verzichte ich darauf, is klar

Wenn da aber jemand steht, dem das, aus welchen Gründen auch immer, schwerer fällt als mir, dann tu ich das gerne für den und hinterher freuen wir uns beide

Ich nehme mir – inzwischen, das war nicht immer so – die FREIHEIT der ENTSCHEIDUNG, ob ich etwas tun WILL oder NICHT.

Ob das dem anderen passt und wie er damit umgeht, das liegt nicht in meiner Verantwortung

Klingt ganz einfach, war aber ein verdammt weiter Weg

 

 

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21 Kommentare zu „Tu was du willst

  1. Ja! Besonders schlimm finde ich Menschen, die anderen helfen, und dafür etwas haben wollen.
    Ich helfe oft, aber dann von Herzen, und ohne etwas zu erwarten. Menschen, die behaupten, sie opfern sich für andere auf, gehen mir wahnsinnig auf die Nerven.

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  2. Ein gutes Thema, derzeit, auch für mich. Wollen, Können, Müssen, Dürfen …

    Wenn es mir nicht gut geht, neige ich zum Verkriechen. Niemanden auf den Nerv gehen zu wollen … und oft genug fand und finde ich im Alleinsein die nötigen Antworten.

    Gleichwohl weiß ich, wo ich Unterstützung und Beistand finde, wenn ich heraus will … dort, wo ich Gleiches auch gebe.

    Dafür bin ich dankbar.
    Für diese Menschen.
    Auch Dir, Schwester.

    Moin.

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    1. Moin Bruder ❤

      Zur Zeit … und immer mehr … brauche ich das Allein Sein
      Ja … da kommen Antworten , da finde ich mich wieder

      Irgendwo ist dann die Grenze zur Isolation …

      Bist herzlich eingeladen, mir ein bisschen auf die Nerven zu gehen 😉❣

      Gefällt 1 Person

        1. Wenn wir fertig wären , könnten wir ja beruhigt sterben 😉

          Aber es bleibt ja nicht gleich
          Es wird besser
          Wir drehen uns nicht im Kreis
          Wir winden uns hinauf in Spiralen
          Ich krieg die gleichen Themen solange serviert, bis ich es gelernt habe … aber es wird von mal zu mal leichter und besser

          Gefällt 2 Personen

          1. Och, ich komm eh nicht wieder. Ich hab mein Soll an Erfahrungen durch. Von daher könnte ich ja … 🤔
            Wiederkehrende Muster … ist jetzt nicht gerade mein Thema, weil ich gerade dann knabber 😒

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  3. Wenn ich etwas mache, dann weil ich es möchte und Freude daran habe. Wenn es mir widerstrebt, mach ich es nicht. Für niemanden.
    So einfach ist das.
    Und ich tue nichts weil ich etwas erwarte. Es bereitet mir selbst Freude wenn ich jemanden damit helfen kann.
    Schon das Wort Aufopfern, kommt ja von Opfer. So etwas sollte sich niemand aufbürden.

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  4. Das klingt toll… wenn es doch so einfach wäre… Natürlich will ich mich nicht „aufopfern“. Aber ich tue doch immer wieder Dinge, die „man tuen sollte“ auch wenn sie mir nicht angenehm sind oder „in den Kram passen“. Denn täte ich es nicht, hätte ich voll das schlechte Gewissen *grummel*.

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  5. Entscheidung und Verantwortung…gute Stichworte.

    Meine Kollegen erzählen immer wie extrem sie den Wertewandel empfinden. Weil so viele gerne frei über alles und jeden entscheiden wollen aber das Wort Verantwortung nicht mehr kennen.

    Das Gegenstück gibt es auch, gerade in christlichen Kreisen. Sich für alles verantwortlich fühlen…dadurch zu vergessen, dass jedes Ja ihre freie Entscheidung ist und es auch ein Nein gibt.

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