Am Aschermittwoch ist alles vorbei ?

Oder ist es nicht viel mehr der Beginn eines Neu-Anfangs ?

Ist der Sinn der Fastenzeit, sich bis zum letzten Moment auszutoben bis ins Ganze und am Ostersonntag-Morgen schlagartig wieder in Völlerei zu verfallen ?

Oder nehmen wir die Fastenzeit als das, was sie gedacht ist:

Die Vorbereitung auf  Ostern

Wenn ich meinem Perspektiv-Wechsel folge, ist der Aschermittwoch kein Ende, sondern ein Anfang

Das Fasten eine Zeit des Einübens dessen, wo wir hin wollen

Man kann sich ja danach in der Mitte treffen … wir leben mitten im Leben und nicht in der Askese, egal, was wir fasten … und das kann ja fast (!)  alles sein …

Was auch immer uns schwer fällt zu lassen, obwohl es nicht wirklich gut ist für uns

Zigaretten, Schokolade, Internet, Fernsehen, zuviel reden … alles, was wir im Übermaß tun … über das Maß hinaus, in dem es uns gut tut

Fastenzeit, Zeit der Mäßigung, Zeit der Hinwendung zu dem, was das Leben wirklich ausmacht

Zeit, uns vorzubereiten darauf, in der Osternacht aus vollem Herzen rufen können

„Ja, er ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“

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18 Kommentare zu „Am Aschermittwoch ist alles vorbei ?

  1. Ich faste seit 2010 Intervall. So gesehen, wechseln sich Ess- und Fastenzeiten ständig ab. Dadurch fühle ich mich leistungsfähiger und fitter. Fasten ist also immer sinnvoll und in Zeiten der Überfülle klärt es Geist und Körper. Ostern ist von den christlichen Festen mein liebstes. Längst löste Ostern Weihnachten ab, weil es fröhlich ist und bunt. Alles findet Sinn, auch in der dunklen Karwoche. Wer wie ich eine Ganzjahresfastennatur ist und knurrige Morgengespräche mit dem Magen liebt, darf auch das ganze Jahr eine Jecke sein. Auch wieder so ein Vorteil. Und in irgend einer Ecke meines Herzens ist immer Weihnachten, immer Ostern und macht sich ganz frei von den Zwängen der Zeit.
    Liebe Grüße zu Dir✨

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    1. genau so !
      Ostern ist immer oder gar nicht 😉
      und doch … war der Karfreitag schon immer ein besonderer Tag für mich … nicht, weil ich das so meinte, sondern weil das so war … da sind oft ganz komiche Sachen passiert …
      und ich gehe mit Begeisterung zum Osternachts-Gottesdienst und schrei mit der ganzen Gemeinde aus vollem Hals am Osterfeuer „JA! Er ist wahrhaftig auferstanden“ 😆
      … nur noch 45 mal schlafen 😆

      Liebe Grüße zurück ❤

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      1. In die Kirche bringst Du mich nicht – sind mir zu viele Leutz da aufeinander. So eine Fee wie ich wird da leicht zerdrückt…doch das Osterfeuer mag ich sehr. Ich freue mich schon darauf. Viel Freude wünsch ich Dir wenn es soweit ist.
        Ich führe eine Sonnenstrahlstrichliste😉🧚‍♀️

        Gefällt 2 Personen

  2. Bin ja eh eine, die jeden Gedanken erst einmal anders denkt. Nicht immer ist das Ergebnis brauchbar, sehr oft aber schon, manchmal sogar wahrhaft erleuchtend.
    Und was Verzicht betrifft, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Freude macht, auf Dinge zu warten, sich zu beschränken, sich zu überwinden. Alles was ich immer habe, wird irgendwann langweilig.

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    1. Für mich nicht
      Es ist ein freiwilliger Verzicht und in der Fastenzeit in Abstimmung mit und Hinwendung zu Gott
      Ein Stück weit weg von Konsum, von der Außenwelt
      Hin nach Innen
      Hat auch was zu tun mit Reinigung …

      Gefällt 1 Person

  3. Für mich war die letzten Jahre die Fastenzeit und Ostern immer etwas außergewöhnliches.

    Ich habe vorher nie gefastet, das schien mir zu gesetzlich … zu katholisch gezwungen unfrei.

    Irgendwann habe ich erkannt, dass man auch freiwillig Fasten kann, nicht weil man muss, nicht aus Tradition, nicht um etwas zu verdienen oder zu erreichen … und schwups habe ich die geistliche Geschichte hinter Fastenzeit und Ostern selbst in einer ungeahnten Tiefe miterlebt.

    Die letzten Jahre war es immer so, dass in der Fastenzeit etwas emotional Schweres kam, das an Ostern erlöst wurde und mich weitergebracht hat.

    Dieses Jahr ist mein Fasten allerdings nur klein. Die für mich schweren Dinge hatte ich die letzten zwei Jahre. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich dieses Jahr meine Kräfte benötige.

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