Was ich nicht verstehe

Warum wollen Menschen um jeden Preis eine Beziehung haben

und arbeiten dann wie verrückt daran,

dass die Beziehung funktioniert ?

Wenn es Liebe ist, ist es Liebe

Dann bleibt man zusammen, egal, was passiert

So, wie beim heiraten – auch ohne heiraten 😉

In guten wie in schlechten Zeiten

Das muss ich mir vor keinem Pfarrer oder Gesetzgeber versprechen

Wenn man zusammen gehört, gehört man zusammen

Punkt. Aus. Basta.

Und wenn es diese Liebe nicht ist?

Dann sollte es schön sein, gut tun, Spaß machen

Alles andere…  Why?  Warum?  Wofür?

Arbeiten? Das tu ich in meinem Job, für Geld und in dem, was ich gerne tu … schreiben z.B., auch wenn ich dafür kein Geld krieg 😉

Beziehungen? Hab ich jede Menge, mit allen Menschen, mit denen ich zu tun hab und da genug Felder um zu lernen und zu wachsen

Funktionieren? Das versuch ich mir ja gerade eben abzugewöhnen 😆

Dieses arbeiten an einer funktionierenden Beziehung –

Das ist so weit weg von dem, was ich unter Liebe versteh… sei es nun die „große Liebe“ oder kleinere Affären, die mir einfach (!) gut tun…

Ich versteh’s nicht…

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22 Kommentare zu „Was ich nicht verstehe

  1. Im Großen und Ganzen teile ich deine Meinung. Überall in der Außenwelt sollen wir funktionieren, das reicht. Das heißt in der Regel keine Fehler machen, keine haben und nach Vorgaben mängelfrei verhalten. Es muss einen Bereich geben, in welchem wir von all diesem frei sind, wo wir sein können, wie wir sind und im besten Falle liebevolle Unterstützung erhalten.
    Und wenn dann mit Hilfe von Psychologen an der „Beziehung gearbeitet“ wird, führt das oft genug zu jahrelangem Rödeln, wobei dann das Arbeiten daran bald wichtiger ist als die Beziehung selbst. Das ist auch nicht meine Welt.

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    1. und die Menschen leiden ja… zweifeln, hadern, zermartern sich und den anderen…
      (wie man sich vielleicht schon denkt, sind es zwei Menschen aus meinem „wirklichen“ Leben, die ich beide sehr mag und die zur Zeit… siehe oben….

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        1. klar, keine Frage

          aber das ist halt meine Art mit so etwas umzugehen… denn ich bin nun mal im wahrsten Sinne des Wortes mit-fühlend… ich mach dann erst mal einen Blog-Post draus und finde meine eigene Position wieder… Abstand zu dem, was ja nicht meins ist

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          1. Ich habe das auch auf diejenigen bezogen, die alles gleich machen wollen nach Regeln und Algorithmen und nicht auf deine Aussagen. Könnte man öfter vermitteln, dass anders nicht gleich falsch ist, sondern einfach völlig wertfrei anders, wäre viel Unglück zu verhindern.
            Ich verstehe auch nicht, dass man permanent versucht, jemanden zu ändern, in den man sich so wie er eben ist verliebt hat. Auch das widerspricht meinem Verständnis von Liebe.

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  2. Affären sind Affären. Genau, wie Du sagst, im Idealfall schön und gut. Im übrigen gilt – wenn et juckt, wird gekratzt 🙂 Liebe dagegen ist (auch) eine Entscheidung, ohne wenn und aber beieinander zu bleiben. Abhauen gilt nicht, auch, wenn es laut kracht. Es mag ein gegenseitiges an-einander-wachsen und von-einander-lernen sein, bestimmt.

    Aber Beziehungs-Arbeit ?! Klingt für mich dito nach einem Modebegriff, hinter dem das streben steckt, zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Der Kinder wegen. Dem Hauskredit wegen Oder sonstweil wegen. Selbstbetrug mit Gewinnpotential für Psychologen.

    Ach ja – nach jeder getanen Arbeit folgt der „Feierabend“

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    1. deine Katze is echt die Härte 😆

      und Ja!
      und mit dem Abhauen… das is ja das. was ich oben meinte, wenn man zusammen gehört, wenn man das fühlt, innerlich weiß, dann stellt sich die Frage gar nicht…
      ansonsten ist halt die Frage: Geht es mir wirklich um DIESEN Menschen oder will ich nur jemanden HABEN, der mir den Rücken eincremt, den Wasserhahn repariert, Gesellschaft leistet….

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  3. So einfach wie du es darstellst, sehe ich es nicht.
    Wenn ich von mir ausgehe, ich bin mit meinem Partner 6 Jahre zusammen und es ist nach meiner Meinung Liebe.
    Trotzdem gibt es verschiedenen Dinge, die er nicht an mir mag und ich nicht an ihm.
    Das hat aber mit der Liebe nicht viel zu tun aber doch kann es die Liebe verschütten unter dem ganzen Alltagskram, wenn man glaubt zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen oder zu wenig gibt.
    Jeder Mensch ist anders und um meinen Partner mit seinen gegensätzlichen Bedürfnissen zu verstehen und zu akzeptieren, daran muss ich jeden Tag arbeiten.
    Ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt, weil ich zum Teil selbst betroffen bin. Manchmal entsteht aus so etwas eine ganz wunderbare neue Beziehung
    – wenn es wirklich Liebe warö.

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    1. Nun ja… dazu muss man sehen… ich bin ja keine 25 mehr 😉 ich bin 52… und ich hab schon einiges hinter mir… und das ist halt meine persönliche und momentane Haltung zu diesem Thema…
      Ich hab darüber schon manchmal geschrieben… Für mich ist es zur Zeit so – Keine Kompromisse mehr. Mir fehlt allein lebend nix und wenn ich mich mit jemandem zusammen tu, dann sollte es bitte schön eine Bereicherung sein.

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      1. Da sind wir fast ein Alter. Mir fehlen nur 2 Jährchen.

        Wenn man immer in einer Beziehung gelebt hat, muss man vielleicht das mit sich selbst glücklich sein erst einmal lernen … und ich denke, manche werden und können es nie.

        Für mich ist Beziehung immer Kompromiss allerding die Bedingung der Bereicherung vorausgesetzt.

        Vielleicht fühlen sich auch mancher schon dadurch breichert, nicht den Klempner bestellen zu müssen und den Nachbarn nicht zu fragen, ob er mal den Rücken eincremt…

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  4. Vielleicht ist es nur das falsche Wort.
    Ich schlucke auch immer, wenn davon gesprochen wird, an einer Beziehung zu arbeiten. Weil Arbeit die falschen Assoziationen hervorruft. Dahinter steckt aber etwas anderes, ohne das keine Beziehung auf Dauer funktionieren kann.

    In Wahrheit heißt dieses „Arbeiten“ doch eigentlich nur, dass ich die Bedürfnisse meines Partners wahrnehmen zu lerne (ein anderer Mensch hat nämlich zufälligerweise andere Bedürfnisse und Wahrnehmungen als ich sie habe) und diese mir fremden Eigenschaften wertschätzen und auch auf sie einzugehen lerne. Dazu muss ich ein Stückchen mich selbst zurücknehmen können und das ist für eine individualistisch-narzistische Gesellschaft dann wohl die „Arbeit“. Aber eigentlich sollte das selbstverständlich sein. Ich bin nicht der Mittelpunkt des Universums.

    Natürlich muss das dann auf Gegenseitigkeit beruhen, damit es keine einseitig-missbräuchliche Beziehung wird. Aber das ist ein anderes Thema.

    Wenn ich mich aber selbst nicht zurücknehmen kann oder will und nicht auf fremde Bedürfnisse eingehen, bin ich schlicht und ergreifend in einer Beziehung falsch aufgehoben. Dann werde ich als Single glücklicher. Nicht jeder ist für eine Beziehung gemacht. Und wer dafür nicht gemacht ist, sollte vielleicht lieber seine Kräfte auf anderes fokussieren und sich nicht zwanghaft nach einer Beziehung ausstrecken, nur weil das alle so machen.

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    1. Wenn man überwiegend glücklich ist miteinander, dann beruht das zum Teil immer auch darauf, dass man etwas dafür tut
      Wenn es aber überwiegend Streit, Unstimmigkeit, Disharmonie ist… und man nur daran festhält, um nicht alleine zu sein… und versucht, es auf Biegen und Brechen wieder zu flicken… das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe, finde ich

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      1. Um nicht allein zu sein ist Immer eine schlechte Motivation für eine Beziehung. Kenne ich leider auch manche insb. Frauen der Sorte.

        Im Grunde eine egozentrische Motivation, denn eigentlich will ich ja nicht mit dem anderen zusammen sein sondern nur nicht mit mir allein. Im Prinzip ist es dann auch egal wer der andere ist. Und
        das sind dann oft auch keine Liebes- sondern Abhängigkeitsbeziehungen. Was ja schon ungesund klingt.

        M.E. muss ich prinzipiell auch alleine sein können um wirklich beziehungsfähig zu sein.

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  5. Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu. Nach 38 Jahren Beziehung ohne Wenn und Aber, 2 Kinder großgezogen, Beruf und Alltag in Einklang gebracht, nicht in der Theorie oder im Kopf, sondern in der Praxis und tatsächlich im Alltag, ich habe gerade nachgerechnet: mehr als 13.870 Tage, muss ich sagen, da klingt in meinen Ohren oben viel nach Theorie.

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    1. nicht wirklich 😉
      Ich war 17 Jahre mit meinem Mann zusammen – bis er gestorben ist und ich schätze mal, wäre er nicht gestorben, bis das halt einer von uns gestorben wäre…
      Das ist für mich die Kategorie „Wenn man zusammen gehört, gehört man zusammen, da stellt sich die Frage nicht…
      Denn, das war ja nu wirklich nicht immer alles so toll, aber wir waren Mann und Frau (auch ohne Heirat) und das war einfach so

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      1. Wenn es um das Heiraten geht, stimme ich dir voll zu 🙂 Ich halte das für ein veraltetes Konstrukt. Habe ich erst diese Woche meinem Jüngsten und seiner Freundin erzählt. Vorsichtshalber. Habe selbst auch erst nach 13 Jahren Beziehung geheiratet…,. Flausen im Kopf überleben den Alltag nicht, besser man ist realistisch und romantisiert Ehe nicht. Menschen verändern sich über 50 oder mehr Jahre Zusammenleben und man lebt dann nicht mehr mit dem/der zusammen, mit dem/der man sich Jahrzehnte zuvor zusammengetan hat. Wenn es vorher nicht klappt, kann der Trauschein auch nicht kitten oder verkleistern.

        Das „Zusammengehören“ ist für mich sprachlich ein christliches Relikt: Was zusammengehört, soll der Tod nicht scheiden. Es ist keine Frage des „Zusammengehörens“, das gibt es m.E. nicht, das sind Projektionen, sondern des gegenseitigen (möglichst guten) Willens. Das ist schon Arbeit, von alleine ergibt sich das nicht und selbstverständlich ist es auch nicht über Jahrzehnte. Es ist nicht umsonst, dass sich viele Paare trennen, nachdem die Kinder aus dem Haus sind.

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        1. hmmmm…. das zusammen gehören…. also, als ich das empfunden habe, da war ich noch sehr anti-christlich eingestellt 😉
          Für mich war das damals so – Ich hab diesen Mann gesehen und wusste „Das ist der Mann meines Lebens“ – wörtlich so, ohne Schmetterlinge im Bauch oder sonst was… das war einfach so.

          Was mir aber gerade noch durch den Kopf ging:
          Vielleicht ist der Unterschied, um den es mir geht, einfach der:
          An mir selbst arbeiten oder an „der Beziehung arbeiten“
          wo ich mit mir selbst nicht klar komm, kann mir auch kein anderer helfen

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