Wege aus der Wut

Was tun, wenn es brennt?

Wenn man mal so richtig sauer ist?

Auf keinen Fall nichts zu tun.

Ignorieren, drüber weg gehen … Klar, das geht wieder weg

Aber

Wut ist wie Schmerz – Ein Zeichen dafür, dass etwas nicht okay ist

Lässt man Gras drüber wachsen, hinterlässt es Spuren, wird nicht besser, kommt garantiert wieder hoch.

Ärger liegt nicht gut im Magen, gibt Magen-Geschwüre, das ist bekannt

Eine Möglichkeit ist, das Rumpelstilzchen zu machen 🙂

Damit kann man eine Menge kaputt machen, das ist wahr – Die Frage ist nur, ob das immer so verkehrt ist – Manches, manche „Freundschaft“ manche Beziehung, manche Verhältnisse sind ja schon kaputt – DESHALB tut es ja weh, deshalb wird man ja wütend.

Sich das nicht einzugestehen hieße, sich selbst, den eigenen Empfindungen nicht zu glauben, nicht zu trauen.

Was hält uns ab vom Rumpelstilzchen-Weg?

Das, was allem zugrunde liegt, was uns nicht gut tut:

Angst

Diese gilt es zu überwinden – Ohne Wenn und Aber – Wer seine Wut nicht rauslassen kann, erstickt irgendwann daran.

Zu beachten ist jedoch:

Rauslassen ist nur Bekämpfen der Symptome.

Wird es verwechselt mit der Lösung, wird es zur never ending story.

Wut verselbstständigt sich gerne und macht blind für das, was ist.

Dampf ablassen, damit man nicht platzt

Und dann?

Geändert hat sich dadurch genau Nichts 🙂

Der andere Weg aus der Wut ist der Rückzug nach Innen

Rückzug ist nicht aufgeben

Rückzug ist nicht Niederlage

Rückzug ist nicht Flucht

Geordneter Rückzug – Jeder Feldherr kennt das und so sollten wir auch mit uns selbst umgehen

Den unsortierten Haufen an Gefühlen und Gedanken zusammen sammeln und neu sortieren

Sich nach Innern kehren

Zur Ruhe kommen

Alles sich legen lassen bis die Oberfläche des Wassers frei ist von Kreisen

Keine neuen Steine rein werfen

Und dann

In den Spiegel sehen

In sich selbst

Sehen

Was falsch läuft

Umkehren

Konsequenzen ziehen

Handeln

Gesammelt und sortiert

Ich bin nicht Rumpelstilzchen

Wer bin ich?

Wie will ich sein?

So sollte ich mich auch verhalten.

 

 

 

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15 Kommentare zu „Wege aus der Wut

    1. und das ist genau das, was ich mein 🙂

      Rumpelstilzchen spielen statt Rumpelstilzchen werden

      Ich kann schimpfen motzen meckern wie ein Rohrspatz

      kennst du wahrscheinlich noch gar nicht von mir 😉 😆

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      1. Boxen finde ich klasse, wenn man eher nach außen orientiert ist (aber am Boxsack ;)). Es kommt immer auf den Menschen an, manche sind so, manche anders und jeder geht anders damit um. Auch nach innen gehen hilft, aber manchen Menschen die wütend auf sich selbst sind oder schon selbstzerstörerisch denken, bringt es nichts. Das außen ist gut, hat mich auch oft rausgehollt.

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        1. ich hab ein paar Jahre Aikido gemacht – bis ich mich entscheiden musste zwischen dem und meinem Knie….
          Die Asiatischen Kampf-Sport-Künste sind ungeheure hilfreich, da lernt man auch ne Menge für’s Leben – aber halt grad auch, mit Aggressionen umzugehen.

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          1. Das finde ich interessant, und wenn man da lernt das für sich zu nutzen, wie man es grad braucht, dann schadet man auch niemandem? So habe ich es gehört, aber habe selber keine Kampfsporterfahrung, nur das übliche.

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    1. Das is verschieden
      Aikido ist dermaßen defensiv, dass „echte Kampf-Sportler“ es nicht als Kampf-Sport anerkennen.
      Im Aikido ist das erste Ziel, Kampf überhaupt zu vermeiden.
      Wenn nicht möglich, den Gegner abzuwehren und unschädlich zu machen, ohne ihn zu verletzen.
      Eine Frau, die Taekwondo machte, sagte dazu : „Wie? nich verletzen? wenn, dann will ich dem auch weh tun“
      Ob das im Geiste des Taekwondo ist, weiß ich nicht.

      Ich hab mir Aikido ausgesucht, denn das ist schon ziemlich speziell
      Da lernst du viel über die Haltung, mit der du durchs Leben und an die Dinge ran gehst…. und im Notfall kannst du dich halt auch verteidigen…. und das gibt ein ganz anderes Selbst-Bewusstsein…. was dann wiederum in die Richtung geht, Kampf überhaupt erst zu vermeiden….

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  1. Rumpelstilzchen 🙂

    Das geht in Ordnung, erst einmal. Laut und heftig eben. Was nicht geht, sind tiefgehende Verletzungen dabei. Punkten mit vermeintlichen Schwächen des Gegenübers ,Fäkalausdrücke, sowas unter der Gürtellinie halt. Dann mal `ne Stunde Pause mit aus-dem-Raum-gehen oder ganz raus am besten. Zeitlich versetzt streitet es sich dann besser weiter 😉 Vor allem wieder sachlicher.

    Alternativ, weil es gerade so schön passt:
    Majoranöl
    Gerade gelesen und für gut befunden 🙂

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