Wie gehe ich mit seelischen Nöten um?

ohne weitere Worte meinerseits

Utopios Message

Wir alle kennen sie. Innere Abgründe, die sich tief in uns eingebrannt haben. Fast jeder von uns kann einen Schmerz nennen, der ihm an schlechten Tagen den Schlaf raubt. Unser inneres Leid ist ein essenzieller Teil unseres Wesen. Unsere Nöte prägen unser Denken aber insbesondere unser Fühlen. Sie entspringen einer Wunde, welchen Ursprungs auch immer.

Diese Wunden zu verdecken, wie es frühere Generationen in selbstgeschaffenen Fassaden gerne taten, ist der absolut falsche Weg. Ich darf mich zu ihnen bekennen und sie offenlegen. Sie sind ein Teil von mir. Mein Leid ist keine Schwäche!

Wovor ich jedoch warnen möchte ist der augenscheinliche Weg mit ihnen umzugehen. Unsere oberflächliche Gesellschaft begnügt sich damit das oberflächliche Verlangen der seelischen Nöte zu stillen und meint ihnen damit Genüge getan zu haben. Das aber führt genau in die falsche Richtung.

Wer in einer Identitätskrise steckt sollte eben nicht die Krise zu seiner neuen Identität erheben…

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6 Kommentare zu „Wie gehe ich mit seelischen Nöten um?

  1. Im Prinzip stimme ich zu.

    Was jedoch NICHT stimmt, dass es nur mit Jesus und Gott geht.

    Nein, es gibt auch Hilfe und Wege für Buddhisten, Hindus, Moslems usw.

    Das finde ich sehr schade, dass dieser gute Beitrag so sehr auf Jesus und Gott stützt.
    Macht ihn damit „unbrauchbar“ für anders Gläubige und Leute, die mit Gott hadern.

    Und wenn eine junge Frau, eine Jugendliche z.b. noch arg in der Schuldfrage verfangen ist, im aktuellen Trauma drinsteckt, dann kann der Text sogar kontraproduktiv wirken.

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    1. Ich schreibe aus der Perspektive als Christ. Für Muslime und Buddhisten kann ich nicht schreiben. Ich glaube auch nicht, dass es dem Muslim gefallen würde, wenn ein Christ versucht ihm Mohammed zu erklären.

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zumindest mit dem türkischen Muslimen, die ich von Arbeit und Studium kenne, sehr offen und befruchtend über Glauben reden kann. Dass gläubige Muslime dann aber von einem Christen auch eine klare christliche Position erwarten.

      Ich hoffe nicht, dass irgendwer durch einen meiner Texte Schaden nimmt. Ich habe mich auch schon oft die Frage gestellt, ob ich überhaupt etwas schreiben sollte, das herausfordert.

      Man kann in einem Text unmöglich Position beziehen und gleichzeitig für alle erdenklichen Situationen das richtige Wort finden. Es besteht immer die Gefahr, dass genau die Falschen sich etwas zu Herzen nehmen und das Falsche daraus ableiten. Die mit Schuldfragen ringt müsste über Gnade und Vergebung lesen. Andererseits macht es ein Trauma auch nicht besser, wenn man es sich schönredet. Das ist ein schwerer Balanceakt.

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  2. „Unsere Nöte prägen unser Denken aber insbesondere unser Fühlen.“

    Prägen halte ich für ein zu großes Wort. Und, die Aussage ist mir zu einseitig und wirkt destruktiv auf mich.
    Unsere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen beeinflussen unsere Gefühle und unser denken.

    Wovor ich jedoch warnen möchte ist der augenscheinliche Weg mit ihnen umzugehen.

    Naja, das scheint mir paradox; denn umgehen muss jeder damit egal wie. Und eine Aussage wie „ist der falsche Weg“ halte ich wiederum für zu gefährlich, weil man nie wissen kann, welcher Weg für jemanden der „richtige“ Weg ist.
    Manchmal benötigt man Umwege, oder wieder andere benötigen sogar ihr Leid… Es kommt immer auf die Personlichkeit selbst an und ob man von ihm einen Auftrag erhalten hat zu helfen.
    Auch das halte ich für wichtig. Viele hören vom Leid und fangen sofort reflexartig an zu helfen, Rat- oder Vorschläge zu geben, mit eigenen Erfahrungen, wie sie aus ihrer Krise gekommen sind (die sogar kontraproduktiv wirken können, weil derjenige gerade sieht andere haben es geschafft und er nicht!) etc..

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