Weisheit Nr. 3

Never apologize, never forgive.

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23 Kommentare zu „Weisheit Nr. 3

  1. Bei der Weisheit bin ich ausnahmsweise msl nicht bei dir.

    Das Gegenteil wäre find ich weise.

    Entschuldigen und Vergeben.
    DAS löst Konflikte und schafft Frieden.

    Never apologize, never forgive. ist ja eher inoffizielles Motto unserer Ellenbogengesellschaft. Wieder zurück zu Auge um Auge…

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    1. Siehe Weisheit Nr. 4 gibt es keinen Grund auf irgendwen sauer zu sein.
      Wenn ich nicht sauer bin, brauch ich nicht zu vergeben.

      Alles andere ist Augenwischerei, Illusion.
      Der eine spielt Gott und vergibt die Sünden,
      Der andere ist ent-schuldigt.

      Das is Quatsch, Ursache und Wirkung ist Naturgesetz.

      Groll zu hegen ist der einzig sinnvolle Grund, zu vergeben, nämlich für mich selbst.
      Erst gar keinen Groll haben ist der Weg.
      Das hat nix zu tun mit Auge um Auge.

      Die Rache ist Sein.
      So einfach ist das 😉 und unser angebliches Vergeben macht null Unterschied – außer dass es so manch einen dazu ermutigt, den gleichen Mist wieder zu machen.

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      1. Das klingt für mich eher nach Flucht vor mir selbst.

        Ja, es ist durchaus möglich alle Gefühle wie Groll zu eliminieren. Hab ich so meine Erfahrungen mit. Als Jugendlicher bin ich auch mit manchen Gefühlen nicht so gut zurecht gekommen, also hab ich mich ganz auf den Verstand fokussiert und die Gefühle beiseite geschoben. Dann bleibt am Ende so eine Art Spock übrig, den nichts sauer macht. Wenn ich das eine Gefühl wegschließe, muss ich es aber mit den anderen ebenso tun. Die bedingen sich gegenseitig. Ich muss alle Gefühle überwinden, wenn ich auch nur eines verbannen möchte. Und am Ende bleibt nur eine seelenlose Maschine übrig.

        Ich gebe offen zu: Ich werde sauer, manchmal zu Recht und manchmal zu Unrecht. Das ist menschlich und das hat seinen Sinn. Man muss den Sinn nicht einmal als göttliche Schöpfung betrachten. Es gibt auch einen naturwissenschaftlichen Sinn hinter Gefühlen.

        Und genauso wie ich manchmal zu Unrecht sauer werde, ist es gewiss, dass ich mache Fehler mache. Manchmal mache ich sogar Fehler, ohne es zu beabsichtigen. Und manchmal sage oder tue ich etwas, das einen anderen verletzt. Und das einzige, das diese Verletzung heilen kann, ist Versöhnung. Und Versöhnung basiert auf einem offenem Umgang mit dem Fehler. Anerkennung, Entschuldigung, Vergebung. Der Umkehrschluss wäre es die Verletzung stehen zu lassen wie sie ist. Keine Entschuldigung, keine Vergebung. Die Verletzung musste geschehen und Punkt.

        Und nein, es ermutigt nicht den gleichen Mist wiederzumachen. Das wäre dann ja Vergebung ohne Entschuldigung.

        Entschuldigung für den Mist, den man tat, ist nicht nur das Wort Entschuldigung zu sagen. Nein, es bedeutet in Wort und Tat echte Verantwortung für seinen Mist zu übernehmen.

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      2. Ja. So ist das.
        Ich verzeihe Dir. nicht, weil ich dich so lieb habe, sondern, weil ich mir den Groll nicht leisten möchte. Ob das nun echte Vergebung ist, weiß ich nicht. Jedenfalls gesund, für mich…

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    2. Den Betreffenden Gott und seiner Gerechtigkeit überantworten hilft mir, den Menschen los zulassen, ihm zu verzeihen. – Vertrauen, so es denn vorhanden war, ist erst einmal beschädigt und mein Gegenüber wird es schwer haben, es neu zu gewinnen. Wenn überhaupt. Gern verschenke ich Vertrauens-Vorschuss, wird das missbraucht, kann es hart werden. Für den anderen.

      Gefällt 3 Personen

    1. wenn ich in der Straßenbahn jemandem aus Versehen auf den Fuß tret, sag ich auch „Entschuldigung“
      wenn ich mal wieder große Klappe hab und den Leuten in’s Wort fall sag ich auch „oh sorry“

      und wenn es „größere“ Sachen sind

      klar – zum Ausdruck bringen – Ich hab’s gemerkt, war nicht richtig

      jedoch
      du kannst kein Wort ungesprochen machen und keine Tat ungetan

      auch mit Entschuldigung hat es Folgen, ändert den Lauf der Dinge

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      1. Volle Zustimmung!!

        Entschuldigung und Vergebung als Ungeschehen machen zu praktizieren, wäre natürlich fatal. Das soll es m.E. nicht tun.

        Entschuldigung ist vielmehr meine Erkenntnis und öffentliche Anerkennung, es war nicht richtig, und im Idealfall setzt die Entschuldigung den Anfang zur Umkehr, so dass ich es in Zukunft besser mache (mich weiterentwickele).

        Vergebung wiederum ist der Ausgangspunkt für einen Neuanfang.

        Dieser Neuanfang kann aber unterschiedlich aussehen. Vergebung ermöglicht, dass man die Vergangenheit nicht mehr als Last mit sich schleppt. Es befreit meine Seele vor den Verletzungen der Vergangenheit. Aber es macht sie nicht ungeschehen. Ich kann Dank der Vergebung frei und geheilt in die Zukunft gehen, ohne noch seelisch von der vergangenen Verletzung gefangen zu sein, aber als Folge der Vergangenheit gehe ich vielleicht jetzt einen ganz anderen Weg als wenn die Verletzung nicht geschehen wäre.

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    2. Wenn ich Schuld auf mich geladen habe, kann niemand außer Gott mich ent-schuldigen. Ebenso wenig kann ich irgend wen oder irgend etwas ent-schuldigen.
      Verzeihen, vergeben vielleicht. Vergessen niemals.

      Es ist mehr als eine Wort-Spielerei.
      Für mich 😉

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  2. nun ja, ich üb ja schon ein paar Jahre 😉 was noch da ist, ist das meckern und motzen über alles mögliche, Merkur im Schützen is meine Ausrede 😉 – aber ich steh in der Regel neben mir und amüsier mich 😆 – ich identifizier mich langsam aber sicher wirklich nich mehr damit

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    1. @ ananda

      > So einfach ist das 😉 und unser angebliches Vergeben macht null Unterschied – außer dass es so manch einen dazu ermutigt, den gleichen Mist wieder zu machen.

      -> Und wenn du meckerst und motzt, färbt das nicht auf andere ab und ermutigt andere „den gleichen Mist wieder zu machen“.

      Das ist einer der Gründe, warum ich aufgehört habe zu „meckern und motzen“. 🙂
      Und das tut einem so richtig gut, verbessert die Aura.

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      1. Ich bin seit kurzem „dran am arbeiten“, es scheint, es ist an der Zeit… hatte heute auch einen Workshop „Gewaltfreie Kommunikation“ 😆
        eine Methode eines Menschen namens Marshall Rosenberg, hatte sich so ergeben, war nichts wirklich Neues, aber sehr interessant. In der Richtung wie Mary Gober, weiß nicht, ob du die Methode kennst, geht letztlich alles in die gleiche Richtung, ob man es privat oder im Job hat, das Training.
        Wichtiger Punkt : Beobachten OHNE zu bewerten und dann gucken, wie FÜHLT es sich für MICH an, was ich da von anderen höre/ erlebe und dann… und das ist halt so ein Knackpunkt, den anderen nicht anmeckern, sondern ihm mitteilen, was ICH empfinde.
        Dazu gehört, je nach Gegenüber ein gewisser Mut…. man erreicht aber wohl mehr mit solchen Ich- als mit Du-Botschaften…

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  3. @ Utopio – du redest von verdrängen , eliminieren, aber hier gemeint ist ein tiefes Verständnis für das menschliche Sein, das vollkommen jenseits ist von Groll oder nicht Groll

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    1. Das menschliche Sein schließt eben auch Groll mit ein und auch die Erfahrung zu irren, zu verletzen, Fehler zu machen.

      Ja es wäre natürlich eine schönes Ideal, wenn es erst gar nichts zu vergeben gäbe. Aber dann müsste ich gottgleich über der Erde schweben. Ich bin kein Heiliger.

      Unser Vergeben macht finde ich riesigen Unterschied. Ich merke das in meiner Ehe tagtäglich. Ich mache Fehler, sie macht Fehler. Ich werde mal zornig, sie wird mal zornig. Aber wie heißt es so schön: Lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehn!

      Durch Vergebung ist es möglich,dass die Sonne nicht drüber untergeht und man sich jeden Abend wieder von Neuem einen Gute Nacht Kuss geben kann.

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      1. DAS SEIN kann nichts erfahren, ES IST. Auf der Oberfläche wird vergeben, oder gegrollt oder oder oder…
        Worte, Gedanken, Idee, Vorstellungen erscheinen auf der Oberfläche und so vergehen sie auch wieder. DAS SEIN ist Nichts was man sich vorstellen kann. Nichts bleibt. (Wortspiel)

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        1. Das Sein ist die Summe aus Worten, Gedanken, Ideen, Taten und MEHR. Aber es beinhaltet auch diese.

          Denn woher sollten Gedanken, Worte und Taten kommen, wenn nicht aus dem, was/wer ich bin.

          Ich bin nicht unterteilt in irgendetwas unfassbares Inneres und das fassbare, oberflächliche Äußere. Ich bin eine Einheit. Mein Sein umfasst mich als Ganzheit. Alles von mir ist Teil meines Seins.

          Gedanken,Gefühle und Taten sind nämlich ein Produkt meines Seins. Sie entstehen so und nicht anders, weil mein Sein ist, was es ist…und nicht ist wie jemand anderes ist. Und umgekehrt kann ich darum aus ihnen natürlich auch Rückschlüsse auf das ziehen, das ich bin.

          Aber ja…ich bin noch mehr als nur das. Sie sind verschiedene Facetten meines Seins, aber mein Sein als Ganzes ist noch größer.

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      2. Kenne ich 😉
        Zu wissen, wo etwas seinen Ursprung hat, macht es leichter, mit den Folgen klar zu kommen. Bei mir selbst und bei meiner Liebsten. Letztere benötigt Erklärungen und wohl gewählte Worte, umgekehrt ich auch von ihr. Das ist manchmal schwierig, wenn gerade noch der Ton kräftig schief hing. Es braucht dann ein wenig Abstand und Zeit…

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      3. Du wirst zornig, sie wird zornig

        Bedenke, ich übe schon ein paar Jahre länger und bin auch durch einige heftige aber gerade deshalb lehrreiche Erfahrungen gegangen…
        Alter, älter, hmmm, das is so ’ne Sache, aber ich könnt mir denken, wenn wir in 20 Jahren darüber sprechen, siehst du das auch anders…

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      4. Das Sein ist die Summe aus Worten, Gedanken, Ideen, Taten und MEHR.

        Ich unterscheide zwischen dem „Ich bin“ und dem „SEIN“.
        Ich meine ein anderes SEIN. DAS was Unendlichkeit IST. Was nicht erklärt oder gedacht werden kann. Alles andere sind Konstrukte des Menschen. Sobald wir Worte benutzen ist es schon unwahr und zu etwas geworden… Der formlose Raum… Stille beschreibt es etwas wohl näher…

        Denn woher sollten Gedanken, Worte und Taten kommen, wenn nicht aus dem, was/wer ich bin.

        Gute Frage, woher kamen deine Gedanken? Hast du sie gemacht? Und wohin sind sie gegangen? Hast du losgelassen? Kannst du sie steuern, oder gar abstellen? Wer bist du ohne deine Gedanken und/oder Gefühle?

        Letzenendes ist es egal was wir glauben, oder glauben zu wissen, oder wissen, nichts zu wissen. ES IST wie ES IST und ES lebt sich von alleine wie ES DAS schon immer getan hat. Wir sind nur Erinnerung…

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