Ich baue mir ein Haus

Ich baue mir ein Haus

Nicht aus dem Sand, der durch die Zeiten rinnt

Aus festem Stein

Fels in der Brandung

Will ich sein

Denn Ewigkeit ist ewiglich, Unendlichkeit unendlich

Und immer und für alle Zeit

Der Wandel un-ab-wend-lich

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9 Kommentare zu „Ich baue mir ein Haus

  1. Nett,
    ist eigentlich jemand meiner Meinung, dass Zeit nicht existiert????
    (Und immer und für alle Zeit)
    Möglicherweise ist Zeit nur eine Form der Wahrnehmung. Es gibt natürlich dieses Raum-Zeit-Gefüge. Und was war nun bevor es einen Raum gab. Das Nichts? Mhh…

    Und wie kann dann aus diesem Nichts etwas entstanden sein??? Mhh…

    Und wenn das Universum dann vergehen sollte, wo geht es hin??? Mhh…

    Ich genieße einfach mein Leben. Und was dann kommt werde ich schon erfahren. 🙂

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    1. Wie Wahrnehmung unsere Welt schafft

      Der „Monatsmensch“

      Wenn die Natur uns ein 1OOO faches Zeittempo gegeben hätte, dann würden wir nicht ca. 80 Jahre auf diesem Planeten weilen, denn unser gesamtes Menschenleben würde nur ca. einen Monat dauern. Die Menge an Eindrücken würde sich dabei nicht reduzieren, nur ihre Qualität.
      Einerseits könnten wir den oder die fliegende Gewehrkugel gemächlich mit dem Blick verfolgen.
      Andererseits wären die für unser „superschnelles“ Auge dermaßen langsam, dass es uns schwer fiele, sie überhaupt zu registrieren. (Eine Mondumlaufbahn würde ja unser gesamtes Leben dauern.) Ebenso könnten wir den Wechsel der Jahreszeiten nicht selbst erleben. Vielleicht hätten unsere Wissenschaftler im Laufe von vielen Generationen Daten gesammelt und die Hypothese aufgestellt, dass die Erde periodisch von einer weißen Substanz bedeckt sei, oder dass periodisch die Blätter von den Bäumen fielen, U.ä. Und nun fragt WILSMANN:

      Würden uns diese Berichte viel anders berühren als Mythen und Märchen aus ferner Urzeit ?

      Wir würden sie lesen, wie wir heute Drachensagen, Sintflutsagen, Sagen von versunkenen … Kulturen lesen. Vorstellen könnten wir uns nicht viel dabei.

      Der „Minutenmensch“

      Und wenn unsere Lebensuhr um den Faktor 1000 mal 1000 schneller wäre, wenn also ein Menschenleben ca. 41 Minuten dauerte ? In welcher Wirklichkeit würden wir dann leben ? Was den Wechsel Tag/Nacht betrifft, so sagt von Baer:

      … könnte der Mensch während seines (Lebens) unmöglich eine Vorstellung gewinnen. Vielmehr würde ein Philosoph unter diesen Minuten-Menschen, wenn er etwa um 6 Uhr abends an einem Sommertag geboren wäre, gegen Ende seines Lebens vielleicht so zu seinen Enkeln sprechen:
      „Als ich geboren wurde, stand das glänzende Gestirn, von dem alle Wärme zu kommen scheint, höher am Himmel als jetzt.
      Seitdem ist es viel weiter nach Westen gerückt, aber immerfort tiefer gesunken. Zugleich ist die Luft kälter geworden. Es lässt sich voraussehen, dass es … nach ein oder zwei Generationen …
      ganz verschwunden sein wird, und dass dann erstarrende Kälte sich verbreiten muss. Das wird wohl das Ende der Welt sein, oder wenigstens des Menschengeschlechts“.
      Aber angenommen, das Menschengeschlecht der Minutenmenschen würde die furchtbaren Nächte überleben lernen: Es hätte 1000de von Generationen überlebt, bis der Kreilauf eines einzigen Jahres abgeschlossen wäre. Selbst wenn die Kette der Überlieferungen nie abbräche, könnten die Minuten-Menschen je eine Vorstellung von den gigantischen Zeit-Ausmaßen der letzten Jahrhunderte seit dem „finsteren Mittelalter“ entwickeln… ?
      Und was die Wahrnehmung der „alltäglichen Wirklichkeit“ angeht, so wären die Sinne dieser Minutenmenschen so rasend schnell, dass die Welt fast stillzustehen schiene.

      PFLANZEN: Sie könnten keine Pflanze wachsen sehen:
      jede Blüte erschiene ihnen unvergänglich.

      VÖGEL: Vögel würden regunglos in der Luft schweben.

      SCHALLWELLEN: Schallwellen, die wir als Töne und Klänge vernehmen, wären für die Minutenmenschen unhörbar. Dagegen könnten sie jene für uns unhörbaren Luftschwingungen hören, die wir als „Ultraschall“ bezeichnen.

      Übrigens! wenn wir noch einmal einen Faktor 1000 nehmen, dann würde ein Lebensalter in ca. 2 1/2 Sekunden ablaufen.
      Zitat:
      Dieser Mensch könnte auch Ultraschall nicht mehr hören, dafür aber jene Wellen, die wir als Licht und Farbe wahrnehmen – wobei er diese HÖREN würde.

      Wie wir sehen, ist „unsere vertraute Welt“ nur deshalb „unsere vertraute Welt“, weil wir sie mit „unserem vertrauten Zeitmaß“ wahrnehmen.

      Die andere Richtung
      Was wäre, wenn wir in die entgegensetzte (Zeit-)Richtung gingen, wenn wir das Tempo nicht beschleunigen, sondern verlangsamen ? Wenn ein Menschenalter nicht 80, sondern 80.000 Jahre andauerte; wohlgemerkt, wir gehen immer davon aus, dass die Anzahl von Eindrücken pro Menschenleben ungefähr gleich bleibt.
      In welcher Welt würden wir dann leben?

      Achzigtausend und kein bißchen weise ?
      Nun gerieten selbst die „ewig ruhenden“ Wälder in gespenstische Bewegung: Innerhalb weniger Stunden lösten die Jahreszeiten einander ab. WILSMANN:

      Kaum wären Winterschnee und Eis geschmolzen, schössen Gräser und Blumen aus dem Boden hervor, schmückten sich die Bäume mit Blättern, setzen sie Früchte an und verlören ihre Blätter wieder. Manche Pflanzen (z.B. Pilze) würden so rasch auftauchen und wieder verschwinden, dass wir sie kaum zu Gesicht bekämen. Gewisse Zierpflanzen in unseren Blumentöpfen und Gärten dagegen würden uns wie herrliches Feuerwerk, wie hochzischende Raketen, vorkommen. Kaum hätten wir das Samenkorn in die unruhig brodelnde Erde gesenkt, … schösse ein grüner Strahl (Stengel) in die Höhe und zerplatzte oben in eine jäh aufleuchtende Dolde bunter Farben. Einen Augenblick später wäre … das Feuerwerk bereits zu Ende. Andere Pflanzen würden (vor den Augen dieser Menschen herumkriechen) als suchten sie nach Beute …

      Mit einem Wort: Die Pflanzenwelt hätte aufgehört, jene beschauliche Stille an den Tag zu legen, die wir jetzt als Wesensmerkmal des Pflanzlichen ansehen.

      Ebenso bizarr müsste der Wechsel von Tag zu Nacht wirken. Die Sonne hätte einen leuchtenden Schweif (wie in unserem jetzigen Zeitmaß ein Komet).

      Der „800.000-Jahre Mensch“

      Tag und Nacht würden wir als immerwährendes nordlichtartiges Flackern wahrnehmen! Und was den Wechsel der Jahreszeiten angeht, so würde dieser in Sekunden ablaufen.

      WILSMANN:

      Kaum hätten wir uns vom Stuhl erhoben, um durch das Fenster in den frühlinghaften Garten zu schauen, schon brausten die Herbststürme durch die Wipfel der kahlen Bäume, und einige Sekunden später jagten die Wirbeltänze der weißen Flocken über die leeren Beete dahin.

      Man bedenke: All diese seltsamen Veränderungen unseres „Weltbildes“ kämen dadurch zustande, dass wir ein anderes Zeittempo hätten, als uns eingeboren ist…. Das, was wir so leichthin (die) „Welt“ nennen, (ist) lediglich „unsere Welt“…

      Es ist weder die Welt der sub-atomare Partikel (deren Welt eine vielfach schnellere ist, als die des 80.000-Jahres-Menschen) und es ist nicht die Welt von Bakterien, Pflanzen oder Insekten, sondern:

      Es ist eine ganz spezifisch menschliche, eben unsere Welt.

      Quelle: über von BAERS „Wunderwelt unter der Tarnkappe“, 1940).

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      1. Daumen hoch!
        Genau diese Art von Kommentar gefällt mir, weil es mich zum Nachdenken anregt. Danke!!!

        80000 Jahre würde ich auch gerne leben. Alleine die Entwicklung der Erde zu erleben währe phänomenal!!!

        Der “800.000-Jahre Mensch” würde ein prächtiges Schauspiel der Galaxien bewundern können. Hat mit Sicherheit etwas romantisches…. Ach mein Herz.

        Und was würde erst der „8 mal 10 hoch 10 – Mensch“ erleben? Die Geburt des Universums bis zu dessen Ende???

        Zeit ist anscheinend etwas sehr relatives.

        Gefällt 1 Person

        1. 80000 Jahre würde ich auch gerne leben. Alleine die Entwicklung der Erde zu erleben währe phänomenal!!!

          Liegt darin nicht die Krux?
          80001 Jahre wäre auch eine Einheit und dann…?
          Ist es ein Abschnitt von irgendwas – was gerade passiert?
          Der Wunsch von Gedanken etwas von irgendwas was dahinter sein kann?
          ES ist JETZT, es gibt kein dahinter…
          Alle Gedanken konstruieren Konstruktionen Vorstellungen Wahrheiten die gerade JETZT wahr sind. Und sonst nirgendwo…
          Es gibt kein Ende! Es gibt ja auch kein Anfang!

          Gefällt 2 Personen

  2. Interessant finde ich:
    Im Gehirn passiert das Gleiche, wenn du einen Apfel (oder was auch immer) siehst wie wenn du an einen Apfel denkst, den du irgendwann mal gesehen hast.
    Das spricht eindeutig dafür, dass Zeit – im Sinne zeitlicher Abfolge – nicht existiert, dass immer alles gleichzeitig ist.
    Wir können aber nur sehr wenig auf einmal wahrnemen.
    Zeit ist eine Hilfskonstruktion für’s beschränkte menschliche Leben.
    Wie auch Sprache, z.B.
    Eigentlich gibt es gar nichts zu sagen, aber ich schreibe halt gern 😉

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    1. „Zeit ist eine Hilfskonstruktion für’s beschränkte menschliche Leben.“

      Ganz genau!!!!!!!! Du sprichst mir aus der Seele.

      „Eigentlich gibt es gar nichts zu sagen, aber ich schreibe halt gern“
      Und ich lese es gern. 🙂

      Und zum Thema Essen: Ich genieße gerade Frühlingsrollen. Herrlich!!! 😉

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    1. Worte
      Hilfs-Konstruktion
      Die Ewigkeit ist Innen
      Innere Festigkeit
      Innerer Halt
      Ruhe
      Das Empfinden von Ewigkeit in jedem Moment

      Hilft dir das weiter ? 😉
      Liebe Grüße in ein schönes graues Wochenende 🙂

      Gefällt 1 Person

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