Das sind so Tage

23./ 24./ 25. Juli

Der Todestag eines Freundes, der für mich Familie war und den ein Herzinfarkt mit Mitte 40 vollkommen unerwartet aus dem Leben gerissen hat.

Es ist schon lange her, das war noch bevor mein Mann krank wurde aber den Moment, als R. vor mir stand und sagte „Dein Freund D. ist tot“ werde ich nie vergessen.

Das Loveparade Unglück in Duisburg vor 5 Jahren. Ich kenne zwar niemanden persönlich, der da gestorben ist, aber ich habe ein paar persönliche Schilderungen gehört von Menschen, die da waren. Is ja hier bei uns umme Ecke

und an dem Abend hatte ich auch das eigentliche traumatische Erlebnis zum Tod meiner Mutter.

Wir wohnen ja im selben Haus, jetzt nur noch mein Vater und ich. Miethaus, eigene Wohnungen und da wir uns – inzwischen 😉 gut verstehen und keiner auf die Idee käme, einfach so beim anderen aufzutauchen – wir rufen vorher an, wie wir das mit anderen Menschen auch machen – ist das ein gutes Familien-Wohn-System.

An dem Abend also, es war ein Samstag, ich war zu Hause, in Ruhe, alleine, plötzlich hämmert da was an die Tür. Ich mach auf, Haustür sperrangelweit auf (Parterre wohn ich) Blaulicht, Sanitäter, klar, wir haben den gleichen Familien-Namen.

Meine Mutter war oben zusammen geklappt. Das war nicht unerwartet, Die letzten zwei Jahre ihres Lebens waren ein Albtraum. Lungenkrebs und noch so’n paar Kleinigkeiten… Gestorben ist sie dann „heute“ im Krankenhaus. Dahin hat sie’s noch geschafft 😉 und das war gut so.

Und gestorben ist sie leicht und im Frieden. Sie hatte keine Angst, denn sie hat ihren Glauben nicht verloren. Eine halbe Stunde vorher noch meinen Vater in die Cafeteria geschickt, Kuchen holen, ein halbes Stück hat sie noch geschafft und dann die Augen zu gemacht.

Als der Pfarrer bei uns war um die Beerdigung zu besprechen, hab ich gesagt: Erzählen Sie die Geschichte von Hiob.

Und als der Sarg in die Erde gesenkt wurde, erhob sich ein Brausen in den Bäumen.

Nee, das hab ich mir nicht ausgedacht, das haben mir auch die hartgesottensten Atheisten unter den Gästen hinterher ganz seltsam berührt erzählt.

Tod, Leben, so ist das Leben.

Alles ist gut und richtig ganz genau so, wie es ist.

Amen.

und dann:

Losung und Lehrtext für Samstag, den 25. Juli 2015

Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf.
1.Samuel 2,6

Noch Fragen ❓ :grins:

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4 Kommentare zu „Das sind so Tage

    1. Hallo 🙂
      Bin auch grad da, hab mir grad meinen Smiley Merkzettel gebastelt 🙂
      Du weißt schon, Smilies, Kuscheltiere, so was is wichtich für Kleinkinder wie mich 😆

      Ja – Ich bin der festen Überzeugung, dass es sehr wichtig ist, wie wir aus dem Leben gehen, denn auf der anderen Seite geht’s weiter…. und es macht auch einen großen Unterschied für die Hinterbleibenden.

      Gefällt 1 Person

  1. Es macht mich traurig, wenn junge Menschen gehen (müssen). 1986 starb ein guter Arbeitskollege während einer Probefahrt auf dem Motorrad mit 24 Jahren. Alle fassungslos… Vor vielen Jahren schlief eine Freundin von mir mit 38 Jahren einfach ein und wachte nicht mehr auf. Sie interließ eine Tochter (8). Mein bester Freund (genauso alt wie ich) verstarb vor vielen Jahren an Krebs.
    Es ist die entgangene Lebensfreude und Kinder die ohne Eltern aufwachsen müssen, was mich traurig macht. Mit übergeordnetem Blick weiß ich, dass alles so sein muss und es sowieso so ist wie es ist, egal was wir darüber denken. Neben der Zeit der Trauer dürfen wir auch Zeit der Freude leben… Alles nur geliehen…

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